Träger

Netzwerk Industriewelt Aargau

Das Netzwerk Industriewelt Aargau lancierte das Projekt #ZeitsprungIndustrie und verknüpfte damit erstmals in der Schweiz das industrielle Kulturerbe im Kanton Aargau mit heutigen innovativen Erfindungen der Zukunft. 

Das Netzwerk Industriewelt Aargau wurde im April 2018 von den historischen Museen Aarau, Aargau, Baden und Lenzburg sowie Aargau Tourismus als Verein in Aarau gegründet. Es setzte sich zum Ziel, das industriekulturelle Erbe des Kantons mit dem Projekt #ZeitsprungIndustrie sichtbar zu machen und mit der heutigen Wirtschaft und Industrie zu verknüpfen.

Der Swisslos-Fonds des Kantons Aargau förderte #ZeitsprungIndustrie grosszügig. So konnten zwischen 2019 bis 2022  im ganzen Kanton zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, die von über 40 Partnerinstitutionen durchgeführt wurden. Zahlreiche Stiftungen, Gemeinden und Industriebetriebe unterstützten das Projekt. Ein hochkarätiges Patronat mit Persönlichkeiten aus Industrie, Politik und Wirtschaft standen hinter dem Netzwerk und #ZeitsprungIndustrie.

Seit 2023 besitzt das Netzwerk Industriewelt Aargau eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton. Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren eine strategische und operative Trägerschaftsstruktur zu etablieren, das Netzwerk mit den bestehenden Partnern zu konsolidieren und neue Partner aus den Bereichen Industrie, Forschung und Bildung verstärkt einzubinden. Der Öffentlichkeit und den Schulen soll darüber hinaus auf einfache Art und Weise eine Übersicht und Zugang zum industriekulturellen Erbe und der Industriegeschichte des Kantons verschafft werden.

Vorstand

  • Carol Nater Cartier, Dr. phil., Leiterin Geschäftsstelle NIWA, Ressort Koordination und Netzwerk
  • Holger Czerwenka, Direktor, Aargau Tourismus, Ressort Kommunikation und Wirtschaft
  • Rudolf Velhagen, Dr. phil., Chefkurator Sammlung & Ausstellungen, Museum Aargau, Ressort Industriekulturelles Erbe

Der Vorstand wird unterstützt von zwei Gremien: Einem inhaltlichen Impulsgremium und einem Netzwerkgremium.

Inpulsgremium mit Vertretungen der Aargauer Regionen

  • Marc Philip Seidel, Dr. phil., Leiter Museum Burghalde Lenzburg
  • Marc Griesshammer, Leiter Stadtmuseum Aarau
  • Kathrin Schoeb, Leiterin Fricktaler Museum
  • a.i. Rebecca Hauser, Betriebsleiterin Historisches Museum Baden

 


www.industrieweltaargau.ch

Der Kanton Aargau unterstützt das Netzwerk Industriewelt Aargau mit einem Leistungsauftrag.

Botschafter:innen

Irène Kälin

Nationalrätin Grüne

«Die Industrie war lange das wirtschaftliche Rückgrat des Kantons Aargau und der Grund für den schmerzenden Rücken all der Arbeiterinnen und Arbeiter, welche in den Fabriken geschuftet haben, um ihre Familien zu ernähren. Faire Arbeitsbedingungen mussten sie sich selber erkämpfen. Heute geht dieser Kampf weiter. Zum einen, um den Industriestandort Aargau in die Zukunft zu retten und zum anderen auch, um faire Löhne und ein gutes Arbeitsklima. Die Industriegeschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. Wichtig ist, dass wir die Menschen «hinter der Industrie» mitnehmen ins digitale Kapitel der Industriegeschichte.»

Florian Vock

alt-Präsident AGB und ehamliger Grossrat SP

«Arbeiterinnen und Arbeiter haben in den Aargauer Fabriken geschwitzt und gelitten, ihren Broterwerb verdient und damit ihre Familien durchgebracht. Sie haben würdige Arbeitsbedingungen mit Protest und Streik erkämpft. Es gibt keine Aargauer Industriegeschichte ohne die Geschichte der Lohnabhängigen. Dieses Projekt erzählt auch davon. »

Dr. Adrian Schoop

Unternehmer, Grossrat FDP

«Der Aargau ist seit jeher ein Industriekanton. Das hat unsere Region geprägt. Auch heute sollte es unser Ziel sein, neue Industrie anzusiedeln. Das schafft Arbeitsplätze und sichert unseren Wohlstand. Dafür setze ich mich ein: als Unternehmer und als Politiker. »

Hansjörg Knecht

Ständerat
Geschäftsleiter Knecht Mühle AG, Leibstadt

«Industrielle Arbeitsplätze sind wichtig für unseren Wohlstand. Wandern diese ab in den Dienstleistungssektor und zum Staat, werden die Zulieferer und das Gewerbe geschwächt. Wir als Müllereibetrieb leisten zudem einen wichtigen Beitrag zur in der Verfassung verankerten sicheren Lebensmittelversorgung der Bevölkerung. Die Politik muss für unsere produzierenden Unternehmen bestmögliche Rahmenbedingungen gewährleisten.»

Edwin Somm

Ehem. CEO BBC/ABB

«Der Kanton Aargau gehörte zu den Schwerpunkten der industriellen Entwicklung der Schweiz. Der Kanton hat nicht nur eine bedeutende industrielle Vergangenheit, sondern überdurchschnittlich viele Menschen arbeiten auch heute noch im Vergleich zu anderen Kantonen in der Industrie (29% AG / 22% CH). Pioniergeist und Innovation waren stetige Treiber, wie nicht zuletzt das Beispiel der «Industriestadt Baden» zeigt. Wir alle müssen unsere Vergangenheit kennen, damit wir die Gegenwart verstehen und damit wir bereit sind, die Zukunft zu gestalten.»

Dr. Christian Grünzweig

Geschäftsführer, CEO ANAXAM

«Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Arbeitswelt rasant und hat einen wesentlichen Einfluss auf den Strukturwandel und das Wirtschaftswachstum. Für ein ressourcenarmes Land wie die Schweiz ist es von zentraler Bedeutung, die Potenziale der Digitalisierung bestmöglich zu nutzen und in Innovationen umzusetzen.
ANAXAM als Technologiestransferzentrum von nationaler und internationaler Bedeutung mit Sitz im Kanton Aargau bildet hier eine Brücke zwischen Spitzenforschung und konkreter Umsetzung. Dies ist nicht nur für den Wirtschaftsstandort Schweiz von grosser Bedeutung, sondern auch für den Kanton Aargau mit seinem ausgeprägten Industriesektor.»

René Utiger

Inhaber / Geschäftsführer Megura AG

«Die wirtschaftliche Stärke und Kompetenz des Kantons Aargau verdanken wir dem Pioniergeist früherer Generationen. Mit dem Projekt #ZeitsprungIndustrie werden diese Verdienste gebührend gewürdigt. Ich wünsche mir, dass zukünftige Generationen über das, was wir heute tun auch mal stolz sein können.»

Marianne Wildi

Vorsitzende der Geschäftsleitung Hypothekarbank Lenzburg AG und Präsidentin der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK)

«Aare, Limmat, Rhein und Reuss lieferten die Energie für die erste industrielle Revolution im Aargau. Heute bringen Bits und Bytes den Fortschritt. Als Stromkanton sitzen wir gleichsam an der Quelle der vierten industriellen Revolution. Und unsere Industrie ist bei der digitalen Transformation ja tatsächlich schon heute vorne mit dabei. Das spüre ich, wenn ich mich mit den Vertretern der aargauischen Industrie austausche. Als Bankchefin und Präsidentin des kantonalen Wirtschaftsdachverbandes unterstütze ich diese Entwicklung, wo ich nur kann.»

Walter Zweifel

Delegierter des Verwaltungsrates
Zweifel Weine & Getränke AG

«Die Industrie ist wichtig, weil sie das Rückgrat der Aargauer Wirtschaft ist. Die Zweifel Unternehmungen produzieren seit 1970 alle unsere Zweifel Pomy-Chips in Spreitenbach»

Beat Bechtold

Direktor der Aargauischen
Industrie- und Handelskammer

«Unternehmerinnen und Unternehmer blicken in erster Linie nach vorne, um die kommenden Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu unserem künftigen Wohlstand. Die Vergangenheit der Unternehmen soll aber nicht vergessen gehen. Gerade im Industriekanton Aargau lohnt sich dieser Blick zurück. Er schafft Verständnis für die Bedürfnisse der Unternehmen heute und in Zukunft. Der Verein Industriewelt Aargau leistet dazu einen wertvollen Beitrag.»

Dr. Urs Hofmann

alt-Regierungsrat

«Ob Global Players oder Hidden Champions: Kaum etwas anderes hat den Aargau in den vergangenen 150 Jahren so stark geprägt wie seine Industrie. Innovative Unternehmen sind der Schlüssel, um unseren Wohlstand für künftige Generationen zu erhalten. Tragen wir ihnen Sorge. »

Josef Bürge

Stadtammann Baden 1985-2005

«Die Industrie nahm seit der Mitte des 19. Jahrhunderts eine zentrale Rolle für die Entwicklung des Kantons Aargau und seiner Regionen ein. Ihre wichtige Funktion in Gegenwart und Zukunft, ihre Forschung, die starke Innovationskraft, ihr Beschäftigungspotential und die erzielten gesellschaftlichen Errungenschaften sind wichtige Anliegen auch der nächsten Generationen. Unsere Jugend hat einen Anspruch darauf, anschaulich über sie informiert und für die weitere Entwicklung animiert zu werden.»

Dr. Benno Rechsteiner

CEO Switzerland Innovation Park Innovaare

«Vom Manufaktur-Mandat über die Gründung der BBC hin zum Weltraum-Teleskop "STIX": Innovationen haben im Kanton Aargau schon immer Quantensprünge in der Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft hervorgebracht. Wir von Switzerland Innovation Park Innovaare wollen diese Tradition fortführen und verknüpfen zu diesem Zweck hervorragende Industrie-Player aus dem In- und Ausland mit dem weltweit einzigartigen Know-how des Paul Scherrer Instituts.»

Isabella Denz

Geschäftsleiterin make-a-job.ch GmbH, Baden

«Der Kanton Aargau setzt sich für ein umfassendes Bildungsangebot ein. Bildung auf einem hohen Qualitätsniveau und Innovationsförderung sind dabei wichtige Faktoren. Wir von make-a-job.ch leisten dazu unseren Beitrag und sind davon überzeugt, dass digitale Lernumgebungen dem aktuellen und zukünftigen Bildungs- und Arbeitsmarkt entsprechen. Dass selbstgesteuertes Lernen und Handeln, in Verbindung mit digitalen Anwendungen, Menschen darin unterstützt, in der heutigen dynamischen Berufs- und Arbeitswelt zu bestehen.»

André Rotzetter

Grossrat CVP Buchs
Präsident Travail.suisse Aargau

«Die industrielle Entwicklung hat die Menschen geprägt und wird sie weiterhin prägen. Denn die Art der Arbeit prägt den Menschen. Mit Arbeit bestreitet der Mensch den Lebensunterhalt und erhält Würde, Lebenssinn und soziale Kontakte.»

Sabina Freiermuth

Grossrätin, Fraktionspräsidentin FDP

« Innovative Unternehmen prägten unseren Kanton seit jeher. Diese Vergangenheit zeigt eines deutlich: Die Wirtschaft ist für die Menschen da. Die Aargauer Industrie bietet auch im heutigen anspruchsvollen Umfeld vielfältige Arbeitsplätze. Das sichert Aufträge für unsere KMU und schafft attraktive Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Es ist die Grundlage für jeglichen weiteren Fortschritt!»

Christian Schenk

General Manager Switzerland HERO AG
Lenzburg

«Seit über 130 Jahren ist die Hero in Lenzburg zu Hause. Bis heute ist dieser Standort für die Hero von grosser Bedeutung – hier ist die weltweite Zentrale der Hero AG, welche mittlerweile über 4'000 Mitarbeiter in 30 Ländern beschäftigt. An unserem Standort schätzen wir die gute verkehrstechnische Einbindung, das grosse Einzugsgebiet für qualifizierte Arbeitskräfte und die Nähe mit den öffentlichen Institutionen. Mit einem Bekanntheitsgrad von 93% gehört Hero zu den bekanntesten Lebensmittelunternehmen der Schweiz. Hero ist Lenzburg, Lenzburg ist Hero.»

Dr. Thierry Strässle

Stabschef / Paul Scherrer Institut

«Im Aargau arbeiten mehr Menschen in der Industrie als in anderen Schweizer Kantonen. Dabei handelt es sich um hochqualifizierte Arbeiten, die eine starke Nachfrage nach Dienstleistungenund Forschungslösungen generieren. Als grösstes Schweizer Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften nehmen auch wir hier unsere Verantwortung wahr.»

Thomas Eichenberger

Leiter Geschäftsstelle Bildungsnetzwerk Aargau Ost

«Innovation, wirtschaftlicher Erfolg und soziale Entwicklung werden nur dann möglich, wenn Bildung, Forschung und Wirtschaft eng vernetzt zusammenarbeiten und weitsichtige Politik diese Kooperation aktiv unterstützt. Der Kanton Aargau nutzt diesen Erfolgsfaktor früher, heute und hoffentlich auch in Zukunft. Das Bildungsnetzwerk Baden leistet dazu einen aktiven Beitrag.»

Reto Nussbaumer

Leiter Kantonale Denkmalpflege Aargau

«Werkstätten, Fabriken, Industriehallen, Fabrikantenvillen … die Industrie findet seit ihren Anfängen in schummrigen Werkstätten bis zu den lichtdurchfluteten Fabrikationshallen in Gebäuden statt. Diese Bauten helfen mit, die Industriegeschichte über die Generationen und die Jahrhunderte hinweg zu erzählen. Die Aufgabe der Kantonalen Denkmalpflege Aargau ist es, diese Zeugen der Industriegeschichte für unsere Nachkommen in ihren besten Beispielen materiell zu erhalten und erlebbar zu machen. Sei es als musealer Ort wie das Strohmuseum in der Villa Isler in Wohlen, sei es als Kulturzentrum wie der Alten Schmiede in Baden – oder sei es zum Wohnen, wie dies die vielen umgenutzten Fabrikbauten in Möhlin, Windisch, Lenzburg und anderswo beweisen. Eine wichtige und nachhaltige Aufgabe!»

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